Begrünung von Gebäuden ist aktuell im Trend. Frankreich macht es in Paris vor und plant die weltweit größte Dachfarm mit 14.000 Quadratmetern. Doch welche Vorteile bringt eine Dach- oder Fassadenbegrünung? Antworten lieferte uns Holger Wack vom Fraunhofer UMSICHT, der als Experte aus seinen Forschungsvorhaben zum Thema Begrünung berichtet hat. 

Nehmen wir eine vertikale Begrünung mit Efeu als Beispiel und betrachten die Gebäudewandtemperatur. Im Sommer fängt das Efeu die direkte Sonneneinstrahlung ab und verhinderten Spitzentemperaturen in den Gebäuden. Im Winter wirkt der Efeu dämmend und als ein kleiner Wärmespeicher. Dadurch entsteht ein enormer Vorteil: Heizkosten können gesenkt werden.

Eine weitere Motivation ist bei Fassadenbegrünung, dass sie wie biologische Filter wirken:

Bspw. die Reduzierung von NO2 um 35 % und Feinstaub um bis zu 50 %. Weitere positive Effekte von Gebäudebegrünung in Bezug auf die Umgebung sind:

– Mikroklimaverbesserung
– Luftverbesserung
– Lärmschutz
– Biodiversität
– Wasserrückhalt und Wassermanagement

Ein Nachteil, der in Gruppe ausgiebig diskutiert wurde, ist die notwendige regelmäßige Pflege, denn „Begrünung bedeutet immer Pflege“. Abschließend wurden viele Beispiele für Begrünungen an Gebäuden präsentiert und Anregungen für einen begrünten urbanen Raum gegeben.

Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei unserem Referenten Holger Wack und den Teilnehmenden der Energiewerkstatt für den Abend.