Was für eine Wechselwirkung besteht zwischen Licht und Mensch? Dieser Frage und spannenden weiteren Themen wie Energieeinsparen, circadiane Rhythmik, Tunable White und Vitamin D-Produktion sind wir in der Energiewerkstatt #7 zum Thema Licht dank des Referenten Rasit Özgüc nachgegangen.
 
Angefangen hat der Workshop mit der einfachen Frage, was Licht überhaupt ist. Eigentlich eine ganz einfache Frage. Die Antwort gibt die DIN 5031-7: Licht ist die elektromagnetische 
Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich. Der sichtbare Bereich liegt zwischen der Wellenlänge 380 nm bis 780 nm. Aber wenn diese elektromagnetische Strahlung bei uns Menschen im Auge ankommt, dann geschieht etwas, was aktuell noch erforscht wird.
 
Denn unterschiedliche Lichtquellen (Energiesparlampe, LED, etc.) haben unterschiedliche Farbtemperaturen, Beleuchtungsstärken, Wellenlängenspektren, die alle Einfluss auf unseren circadianen Prozess, unserer inneren Uhr, nehmen. Durch das blaue Licht kommt es, laut neueren Studien, morgens zu einer Steigerung der Hormone Cortisol und Serotonin. Cortisol unterdrückt die Produktion von Melatonin, welches umgangssprachlich auch als Schlafhormon bezeichnet wird, und sorgt dafür, dass man wach wird. In den Abendstunden sinkt wiederum der Cortisolspiegel, es wird vermehrt Melatonin produziert und man wird müde.
 
Zum Schluss hat unser Referent Rasit Özgüc noch Handlungsempfehlungen mitgebracht: Viel Tageslicht durch Spaziergänge im Freien, Nachts das Licht ausschalten und 1-2 Stunden vor dem Schlafen gehen Blautlichtquellen oder zumindest die Blaulichtmenge reduzieren (Night-Shift, Dark-Mode). Dadurch soll das Schlaf-Wach-Verhalten optimiert werden und eine Steigerung des Wohlbefindens gelingen.