Energiewerkstatt #6 Teil 1: Heizen

Stellen wir uns vor, dass unser Haus durch die vorhandene Photovoltaik-Anlage mehr Strom als nötig für die täglichen Verbraucher produziert. Was könnten wir mit dem Überschuss machen? Ein Strom basiertes Heizkonzept? Als Experten haben wir für die Energiewerkstatt #6 Jörg Nußbaumer von der Firma thermofer® eingeladen um mit ihm darüber zu diskutieren.

Die Firma thermofer® stellt Glasfaserflächenheizungen her, die durch Niedertemperatur eine Wärmestrahlung ausstrahlen. Im Vergleich zu klassischen Heizung können die Glasfaserflächenheizungen in den Oberflächenputz einer Wand, Decke und Boden integriert werden und sind damit nicht mehr sichtbar. Innerhalb weniger Minuten kann das Glasfasernetz durch sogenannte Carbon NanoTubes Wärme erzeugen und mit einem vergleichsweise hohen Wirkungsgrad. Das Konzept ist für unser Tiny House in Verbindung mit der vorhandenen Photovoltaik-Anlage spannend.

Die Diskussion wurde angeregt durch das Thema Behaglichkeit, genormt nach DIN 1946. Bei Strahlungswärme fängt die Behaglichkeit im Raum bereits bei 19°C Raumlufttemperatur an, wohingegen bei Konvektionswärme eine Raumlufttemperatur von 23°C nötig ist. Weitere Unterschiede zwischen beiden Wärmearten und mögliche Anwendungsszenarien wurden innerhalb der Gruppe umfangreich besprochen.

Spätere Beispiele zeigten auf, wie man Energie sparen kann und wann eine Installation, wie bspw. bei der Schimmelprävention besonders Sinn machen kann.


Energiewerkstatt #6 Teil 1: Lüften und Schimmelbildung

Im zweiten Teil der Energiewerkstatt hatten wir als Expertin zum Thema Lüften die Architektin und Baubiologin Eva Hornhardt zu Gast. In ihrem Vortrag ging Sie zunächst auf die Theorie und Normvorgaben ein. Was sind die biologischen Voraussetzungen für Schimmelbildungen und unter welchen Bedingungen sind diese in Wohnräumen gegeben? Wie wird der nötige Luftaustausch zum Feuchteaustrag nach Norm berechnet?
Doch was bedeutet diese Theorie für die Praxis?

Durch die ihre langjährige Arbeit als Gutachterin für Schimmelschäden, konnte Eva Hornhardt auch darauf, sowie auf die vielen weiteren Fragen der Gäste eine praxisnahe Antwort geben. So macht es im Winter auch wenn es regnet und die relative Luftfeuchtigkeit draußen 100% beträgt noch Sinn zu lüften. Mit einer Querlüftung kann in nur 2 Minuten ein kompletter Luftaustausch in der Wohnung erreicht werden, während es bei einem gekippten Fenster 60 min dauern kann. Hat man einmal Schimmel an einer Wand, sollte man diesen nur mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch abwischen.

Abschließend wurden noch technische Geräte für eine intelligente Belüftung mit energiesparender Wärmerückgewinnung vorgestellt.